Podiumsdiskussion der Internationalen christlichen Bildungs- und sozialen Initiative für Sinti und Roma e.V. Inklusive Gesellschaft? Es gibt noch viel zu tun!

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Internationalen christlichen Bildungs- und sozialen Initiative für Sinti und Roma e.V. war ich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Perspektiven für eine inklusive Gesellschaft“ eingeladen.

Sehr berührt hat mich das dringende Anliegen der Vorsitzenden des Vereins, Jane Simon, die selbst erst im Erwachsenenalter Zugang zu Bildung hatte, allen Menschen von Anfang an gleichberechtigt die Teilhabe an Bildung und Sprache zu ermöglichen.

In der Podiumsdiskussion – mit zwei weiteren Politikern und dem Vertreter der Landesarmutskonferenz Roland Saurer – nahm der Spracherwerb großen Raum ein. Seit meiner ehrenamtlichen Nachhilfe für Spätaussiedler schon während der Schulzeit halte ich besonders den frühen Spracherwerb für eine grundlegende Voraussetzung für Inklusion, für das Zusammenleben, für soziales und schulisches Lernen, für den Berufsweg.

Auf Landesebene ist die Partizipation und der Anspruch auf Inklusion mittlerweile gesetzlich geregelt, im gesellschaftlichen Leben, so wurde in der Diskussion deutlich, noch nicht zufriedenstellend umgesetzt. Aus dem Publikum kam daher auch die Kritik, dass in Deutschland Bildungserfolg immer noch zu sehr vom Elternhaus abhängt. Auch der Zugang zur Teilhabe für körperlich eingeschränkte Menschen ist noch nicht ausreichend gewährleistet. Da sind noch viele Hindernisse zu beseitigen!

Ich hoffe auf intensiven weiteren Austausch für die Zukunft aller Menschen in unserer Gesellschaft.

Artikel kommentieren

Artikel kommentieren