Gemeinsam mit der Ludwigsburger Landtagsabgeordneten Silke Gericke, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen mit Schwerpunkt ÖPNV, haben wir die Niederlassung der Busgesellschaft Südwestbus in Offenburg besucht und uns mit dem Geschäftsführer Jens Heinrich und Betriebsmanager Axel Moser ausgetauscht.
Die Regionalverkehr Südwestbus GmbH (RVS) ist eines von fünf Unternehmen, die sich zu DB Regio Bus Baden-Württemberg zusammengeschlossen haben. Dadurch, dass die fünf Busgesellschaften landesweit verteilt sind, kann Präsenz in der gesamten Region gewährleistet werden. Das Leistungsspektrum von RVS ist neben klassischem ÖPNV und Schienenersatzverkehr sehr stark vom Schülerverkehr geprägt.
Beim Busbetrieb ist Jens Heinrich Sicherheit das Allerwichtigste. Neben innerstädtischen Gefahrenzonen stellt die anspruchsvolle Topographie mit den damit zusammenhängenden klimatischen Bedingungen im ländlichen Gebiet eine besondere Herausforderung dar.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die Elektrifizierung der Flotte, an der RVS ein großes Interesse hat. Leider ist sie aber nach wie vor hauptsächlich eine Frage der Finanzierbarkeit, da E-Busse ungefähr doppelt so teuer wie Dieselfahrzeuge sind. Es ist eine echte Herausforderung, dass man einerseits den chinesischen Markt nicht unbedingt fördern will, es aber andererseits immer noch einen Mangel an bezahlbaren deutschen oder europäischen Alternativen gibt.
Weitere Themen waren die neuen landesgesetzlichen Möglichkeiten, einen Mobilitätspass einzuführen, um verbesserte Taktungen finanzieren zu können und das Linienangebot.
Nach einem kontinuierlichen Ausbau der Buslinien in den letzten Jahren, wurden mittlerweile z.B. solche wie zum Nationalpark Schwarzwald wieder reduziert. Wir alle waren uns einig, dass es falsch ist, bei der Nationalparklinie 400 zu sparen. Und zwar nicht nur wegen des Tourismus‘ – auch den Einwohner und Einwohnerinnen betroffener Gemeinden wie Bad Peterstal Griesbach sind wir eine gute Anbindung schuldig!
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