Offenburg/Stuttgart. Gute Nachrichten für den Denkmalschutz in Offenburg: Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Sanierung der historischen Max-Wenk-Treppe und der Offenburger Stadtmauer mit insgesamt 155.410 Euro. Die Mittel stammen aus der zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms 2026. Landesweit stellt Baden-Württemberg damit rund 5,4 Millionen Euro für den Erhalt und die Sanierung von 43 Kulturdenkmälern bereit. Gefördert werden 20 private, neun kommunale und 14 kirchliche Vorhaben. Das Denkmalförderprogramm wird überwiegend aus Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg finanziert.
„Unsere Denkmäler erzählen die Geschichte unserer Städte und Gemeinden. Sie machen Vergangenheit sichtbar und stiften Identität. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie nicht nur schützen, sondern auch für kommende Generationen erhalten“, erklärt die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (Grüne). „Mit der Landesförderung unterstützen wir den Erhalt zweier historischer Wahrzeichen, die das Stadtbild Offenburgs seit vielen Jahrzehnten prägen.“
82.150 Euro fließen in die statische Sicherung und Natursteinsanierung der Max-Wenk-Treppe
Die 1908 eingeweihte Treppe verbindet die historische Innenstadt an der Heilig-Kreuz-Kirche mit dem Zwingerpark. Gestiftet wurde sie vom Mannheimer Industriellen Adolf Wenk-Wolff, der damit an seinen Vater, den Offenburger Kaufmann Max Wenk, erinnerte.
Die Sanierung ist dringend notwendig: Feuchtigkeit und Frost haben insbesondere die Stahlträger der Treppenkonstruktion beschädigt und zu statischen Problemen geführt. Die Stadt Offenburg rechnete im März 2026 mit Gesamtkosten von rund 900.000 Euro und strebte eine Fertigstellung spätestens Anfang 2027 an.
Weitere 73.260 Euro erhält die Sanierung eines Abschnitts der historischen Offenburger Stadtmauer
Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Befestigungsanlage gehört zu den ältesten und bedeutendsten Baudenkmälern der Stadt. Von der ursprünglich rund 1,8 Kilometer langen Stadtmauer sind heute noch etwa 1,5 Kilometer erhalten. Sie zeichnet bis heute den Verlauf der mittelalterlichen Stadt nach und prägt gemeinsam mit den angrenzenden Grünanlagen das Erscheinungsbild Offenburgs. Die Landesmittel unterstützen die Naturstein- und Mauersanierung einschließlich der erforderlichen Gerüstbauarbeiten am Mauerabschnitt XV. Die Arbeiten sind Teil der langfristigen Bemühungen, die historische Stadtbefestigung zu sichern und zu erhalten.
„Die Max-Wenk-Treppe und die Stadtmauer zeigen, wie eng unsere Geschichte mit dem heutigen Stadtleben verbunden ist. Wer durch den Zwingerpark spaziert oder über die Treppe in die Innenstadt geht, erlebt dieses historische Erbe unmittelbar“, betont Seifert. „Ich freue mich deshalb sehr, dass das Land die Stadt Offenburg bei der aufwendigen Erhaltung dieser beiden Denkmäler unterstützt.“
Die vollständige Pressemitteilung des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen finden Sie hier.
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