„Hohberg packt an“: Maren Seifert und Bürgermeister Andreas Heck im Austausch über Feuerwehr, Bevölkerungsschutz und kommunale Projekte

v.l.n.r. Klaus Riehle (Gemeinderat, SPD), Uwe Luchner-Heizmann (Gemeinderat, CDU), Bürgermeister Andreas Heck (CDU), Maren Seifert MdL (Grüne), Katharina Blasius (Gemeinderat, Freie Wähler), Jule Marschner (Gemeinderat, Grüne).

Pressemitteilung

Hohberg. Feuerwehr und Ehrenamt sind ein Rückgrat des Bevölkerungsschutzes. „Wenn es darauf ankommt, sind es die Menschen vor Ort, die als Erste helfen. Das haben auch die Waldbrände in unserer Region zuletzt eindrücklich gezeigt“, sagt die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (Grüne). Bei ihrem Gemeindebesuch in Hohberg hat sich die Sprecherin für Bevölkerungsschutz daher gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Heck und Vertreter*innen des Gemeinderats bei der Einsatzabteilung West über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Hohberg, ihre Strukturen und die Nachwuchsarbeit informiert.

Die Abteilung West entstand 2019 aus dem Zusammenschluss der früheren Abteilungen Hofweier und Niederschopfheim. Hintergrund war unter anderem die zunehmende Herausforderung der Tagesverfügbarkeit, denn viele Feuerwehrangehörige arbeiten außerhalb der Gemeinde und stehen deshalb nicht unmittelbar für Einsätze zur Verfügung. Mit dem gemeinsamen Feuerwehrhaus an der Alten Landstraße wurde dafür eine neue Struktur geschaffen. Nach Angaben der Feuerwehr hat sich die Tagesverfügbarkeit der Abteilung West seitdem verbessert.

Bürgermeister Heck betont, dass für diese Entwicklung bereits vor Jahren wichtige Weichen gestellt wurden: „Mit diesem Zusammenschluss und dem Neubau des Feuerwehrhauses haben mein Vorgänger Klaus Jehle und der damalige Gemeinderat wichtige Entscheidungen für die Zukunft unserer Feuerwehr getroffen. Heute sehen wir, dass dieser Schritt richtig war, damit unsere Feuerwehr im Einsatzfall weiterhin schnell, schlagkräftig und verlässlich helfen kann.“ Seifert ergänzt: „Hohberg veranschaulicht, wie Feuerwehrstrukturen mit den Herausforderungen vor Ort mitwachsen können. Dafür braucht es flexible Lösungen, gute Ausstattung und vor allem Menschen, die sich engagieren.“

Heute gehören 64 Frauen und Männer zur Einsatzabteilung West, hinzu kommen 37 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam mit der Einsatzabteilung Diersburg leisten in ganz Hohberg 86 Menschen aktiven Feuerwehrdienst, die im Jahr 2025 zu insgesamt 56 Einsätzen gerufen wurden.

„In diesem Ehrenamt steckt aber noch mehr als die aktiven Einsätze“, weiß Seifert. Die Feuerwehr Hohberg unterstützt auch zahlreich bei Veranstaltungen von Gemeinde, Vereinen oder Kirchengemeinde und verwendet viel Zeit auf die notwendige Wartung und Pflege der Ausrüstung und Feuerwehrhäuser sowie Aus- und Weiterbildungen. Hohberg setzt außerdem auf starke Nachwuchsarbeit mit der Jugendfeuerwehr und einer Kindergruppe für Kinder ab sechs Jahren. „Diese Jugendarbeit ist zentral für unseren Bevölkerungsschutz und unseren Zusammenhalt. Hier lernen junge Menschen Verantwortung, Teamarbeit und Empathie“, so Seifert.

Auch technisch ist die Abteilung West gut aufgestellt. Zum Fuhrpark gehören unter anderem ein LF 20 mit einem 2.600 Liter Löschwassertank, umfangreicher Ausstattung für technische Hilfeleistung und einem Lichtmast sowie zwei weitere Löschfahrzeuge. 2025 wurde außerdem ein zentraler Kleiderpool für die persönliche Schutzausrüstung eingeführt, an dem Hohberg gemeinsam mit der Feuerwehr Offenburg beteiligt ist.

Für Bürgermeister Heck bleibt insbesondere das ehrenamtliche Engagement maßgeblich: „Wir als Gemeinde können Gebäude bauen, Fahrzeuge beschaffen und für eine zeitgemäße Ausstattung sorgen. Leben bekommt unsere Feuerwehr aber erst durch die Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, ihre Freizeit zu investieren und im Ernstfall für andere da zu sein. Dafür gebührt unseren Feuerwehrkameradinnen und -kameraden großer Dank und Anerkennung.“

Auch Seifert stimmt zu: „Bevölkerungsschutz ist keine abstrakte Aufgabe des Landes. Er entscheidet sich ganz konkret dort, wo Feuerwehrleute nachts aus dem Bett steigen, zu Einsätzen ausrücken und Menschen helfen. Deshalb müssen wir das Ehrenamt stärken, Nachwuchs gewinnen und unsere Feuerwehren verlässlich und zeitgemäß ausstatten.“

Neben der Feuerwehr informierte sich Seifert über weitere Projekte der Gemeinde. Dazu gehören die neue Kita in Holzbauweise, die Einfeldsporthalle sowie der geplante Anbau der Gemeinschaftsschule. Auch bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit setzt Hohberg Akzente, unter anderem mit E-Mobilität und Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden und einem Bürgerpflanztag.

„Hohberg packt an. Wir investieren in Kinderbetreuung, Schule, Sport, Feuerwehr und Infrastruktur, weil genau dort kommunale Politik für die Menschen konkret wird“, erklärt Bürgermeister Heck. „Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass ihre Gemeinde funktioniert und sich weiterentwickelt.“

Im Gespräch mit Seifert machte Heck zugleich deutlich, dass die Handlungsfähigkeit der Kommunen zunehmend unter Druck steht. „Die Aufgaben der Städte und Gemeinden werden immer umfangreicher, während die finanziellen Spielräume immer enger werden. Gleichzeitig bindet eine ständig wachsende Bürokratie enorme personelle und finanzielle Ressourcen. Wir brauchen deshalb dringend verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen, einen echten und spürbaren Bürokratieabbau sowie wieder mehr Vertrauen in die Entscheidungen der kommunalen Ebene.“

„Die Vielzahl der Projekte in Hohberg zeigt, welchen Stellenwert handlungsfähige Kommunen für den Alltag der Menschen haben. Wir wissen, dass die Kommunen bereit sind Verantwortung zu übernehmen und vor Ort Lösungen umzusetzen und wir setzen auf Landesebene alles daran, die nötigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, so Seifert.

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