Vertrauen für wichtige Zukunftsaufgaben: Maren Seifert wird stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses und Sprecherin für Bevölkerungsschutz

25.06.2026, Stuttgart. Die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (Grüne) wurde heute in der konstituierenden Sitzung des Ausschusses des Inneren und für Digitalisierung des baden-württembergischen Landtags zur stellvertretenden Ausschussvorsitzenden gewählt.
Darüber hinaus übernimmt sie den stellvertretenden Vorsitz des entsprechenden fraktionsinternen Arbeitskreises der Grünen Landtagsfraktion und fungiert innerhalb der Fraktion künftig als fachpolitische Sprecherin für den Bevölkerungsschutz. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich zählen daher unter anderem der Katastrophenschutz, die Notfallversorgung, das Feuerwehr- und Rettungswesen, der Brandschutz, die zivile Verteidigung sowie die Bundeswehr.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen meiner Fraktion und auf die neuen Aufgaben. Die Sicherheit und Resilienz unserer Gesellschaft sind zentrale Zukunftsaufgaben. Die Verantwortung, die mir mit diesen Themen übertragen wird, nehme ich mit großem Respekt und vollem Einsatz wahr“, so Seifert. Die Pressemitteilung des Landtages zu den konstituierenden Sitzungen der Ausschüsse finden Sie hier.
Bereits seit dem 19. Mai 2026 ist Seifert zudem gewähltes ordentliches Mitglied des Oberrheinrats und vertritt dort die Interessen der Ortenau und des Wahlkreises Offenburg. „Gerade am Oberrhein zeigt sich jeden Tag, wie eng unsere Lebens- und Wirtschaftsräume miteinander verbunden sind. Menschen pendeln über Grenzen hinweg zur Arbeit, Unternehmen kooperieren international und viele Herausforderungen von Mobilität über Energie bis hin zum Umwelt- und Katastrophenschutz lassen sich nur gemeinsam lösen“, erklärt Seifert.
Passend zu ihren fachpolitischen Zuständigkeiten im Landtag wolle sie sich auch auf Ebene des Oberrheinrats insbesondere für die Stärkung des grenzüberschreitenden Bevölkerungsschutzes einsetzen. Die Besetzung der Kommissionen und Unterarbeitsgruppen steht nach der ersten Plenarversammlung des Oberrheinrats am 12. Juni 2026 allerdings noch aus.
Förderung der Harmersbachtalbahn durch das Land Baden-Württemberg

23.06.2026, Stuttgart/Offenburg. Die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (GRÜNE) begrüßt die Förderung der Harmersbachtalbahn durch das Land Baden-Württemberg. Die Strecke zwischen Biberach und Oberharmersbach profitiert im Rahmen des Landeseisenbahnfinanzierungsgesetzes von einer Förderung in Höhe von 40.710 Euro.
Mit den Mitteln werden wichtige Maßnahmen zur Sicherung des Bahnbetriebs unterstützt, darunter die Instandhaltung von Oberbau, Ingenieurbauwerken und Leit- und Sicherungstechnik, Profilfreischnitte, die Reinigung von Bahngräben, Einzelschwellenwechsel sowie die Unterhaltung technischer Anlagen.
„Die Harmersbachtalbahn ist für viele Menschen im Kinzigtal und Harmersbachtal ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Deshalb ist es richtig, dass das Land konsequent in den Erhalt und die Modernisierung der Strecke investiert. Gemeinsam mit dem damaligen Verkehrsminister Winfried Hermann konnte ich mich im Februar dieses Jahres vor Ort davon überzeugen, wie gut die Anbindung mittlerweile funktioniert und wie positiv sich die Investitionen des Landes bereits bemerkbar machen. Die aktuelle Förderung trägt dazu bei, dass die Strecke auch künftig zuverlässig und sicher betrieben werden kann“, so Seifert.
Die Förderung ist Teil eines landesweiten Programms, mit dem Baden-Württemberg mit insgesamt 18 Millionen Euro die Infrastruktur nichtbundeseigener Eisenbahnen stärkt und so die Mobilität insbesondere im ländlichen Raum sichert. Die vollständige Pressemitteilung des Verkehrsministeriums finden sie hier.
Biogas-Stromerzeugung im Wahlkreis Offenburg: Nur eine bestehende Anlage erhält Zuschlag, ein weiteres neues Projekt wird gefördert
11.06.2026, Stuttgart/Offenburg. Im Jahr 2026 endet für zahlreiche Biogasanlagen in Deutschland die erste Förderperiode nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese beträgt in der Regel 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Für Anlagen aus dem Jahr 2006 bedeutet dies, dass nun das Ende der ursprünglichen EEG-Förderung erreicht wird. Für den Weiterbetrieb sind diese Anlagen auf einen weiteren Zuschlag angewiesen, der über Ausschreibungen der Bundesnetzagentur vergeben wird.
Die Ergebnisse der aktuellen Biomasse-Ausschreibung der Bundesnetzagentur sind hier veröffentlicht.
Für den Wahlkreis Offenburg ergibt sich daraus ein gemischtes Bild.
Die bestehende Biogasanlage in Hohberg (Betreiber: Dieter Pfefferle) hat einen Zuschlag im Rahmen der EEG-Förderung erhalten. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 291 kW besteht laut Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur aus zwei Stromerzeugungseinheiten mit 191 kW und 100 kW installierter Leistung. Damit ist der Weiterbetrieb über das Ende der bisherigen EEG-Förderung hinaus gesichert.
Zusätzlich erhielt ein neues Biomasseprojekt in Oberharmersbach (Betreiber: Rolf Rombach) einen Zuschlag mit einer installierten Leistung von 570 kW. Die Anlage befindet sich gemäß Markstammdatenregister derzeit noch im Planungsstatus und wird ebenfalls über das Ausschreibungsverfahren gefördert.
Gleichzeitig zeigt die Auswertung der im Marktstammdatenregister erfassten Biomasseanlagen im Wahlkreis, dass zwei weitere Standorte, Zell am Harmersbach (160 kW) und Nordrach (800 kW), im laufenden Jahr das Ende ihrer EEG-Förderperiode erreichen. Für diese Anlagen ist keine Zukunftsperspektive ersichtlich. Sie laufen damit Gefahr, abgeschaltet zu werden.
Insgesamt wurde das bundesweite Ausschreibungsvolumen nur zu rund 80 Prozent ausgeschöpft. Vor diesem Hintergrund bleibt offen, ob künftig alle wirtschaftlich tragfähigen Biogasanlagen im ländlichen Raum einen weiteren Zuschlag erhalten können.
Die Offenburger Landtagsabgeordnete Maren Seifert (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt dazu: „Biogasanlagen sind ein wichtiger Baustein der erneuerbaren Energieversorgung im ländlichen Raum. Sie liefern steuerbare Leistung und ergänzen Wind- und Solarenergie dort, wo diese wetterbedingt schwanken. Dass zwei Anlagen das Aus droht, ist ein deutliches Warnsignal. Hier muss die Bundesregierung, insbesondere mit Blick auf die zuständige Bundesministerin Katharina Reiche (CDU), nachsteuern, um verlässliche Rahmenbedingungen für bestehende und neue Biogasanlagen sicherzustellen.“
Seifert kündigt an, die Entwicklung der Biogasanlagen im Wahlkreis weiter eng zu begleiten und sich für stabile Perspektiven im Rahmen der Energiewende einzusetzen.